TRIPOTA – Project image

TRIPOTA - Trierer Porträtdatenbank

Überblick
TRIPOTA enthält 10,090 Porträtgrafiken aus den Sammlungen der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier / Stadtarchiv, der Graphischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier, der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier sowie aus dem Buchbestand der Universitätsbibliothek Trier.

Neuentwicklung von TRIPOTA ab 2023
In einem ersten sondierenden Gespräch der vier Projektpartner im November 2023 wurde festgestellt, dass das erfolgreiche Projekt TRIPOTA mit durchschnittlich 12.000 Besuchen pro Jahr fortgeführt werden soll. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das technologisch veraltete System auf einen aktuellen Technologiestack migriert und an neue Anforderungen aus Wissenschaft und Lehre angepasst werden muss.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, war ein grundlegendes Reengineering der Datenbank erforderlich. Im Hintergrund kommt nun Suchmaschinentechnologie zum Einsatz, die Volltextsuchen, Filter und Facetten ermöglicht. Darüber hinaus wurde eine API implementiert, um quantitative Analysen zu unterstützen.

TRIPOTA erhielt zudem eine neugestaltete Benutzeroberfläche mit einem modernen Viewer. Dieser erlaubt eine Deep-Zoom-Funktionalität für eine flüssige und detailreiche Darstellung und bietet Erweiterungen, die das wissenschaftliche Arbeiten gezielt unterstützen. Die Entwicklungsarbeiten erfolgten an der Universitätsbibliothek Trier. Die neue TRIPOTA-Plattform wurde im März 2026 produktiv geschaltet.

TRIPOTA von 2008 bis 2025
TRIPOTA geht auf Vorüberlegungen zu Modalitäten digitaler Porträtsammlungen im Rahmen eines Seminars über „Porträtgrafik in Büchern des 16. bis 19. Jahrhunderts im Original und in digitaler Reproduktion“ im Wintersemester 2008/09 zurück (Fach Kunstgeschichte an der Universität Trier, Vst.-Nr. 36026). Erste konzeptionelle Überlegungen und Gespräche zwischen den Projektpartnern fanden im Frühjahr und Sommer 2009 statt. Im Herbst 2009 reichten die Universitätsbibliothek und die Graphische Sammlung einen gemeinsamen Förderantrag beim Forschungsfonds der Universität Trier ein, der Anfang 2010 positiv beschieden wurde. Ende 2015 schloss sich die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier dem Projekt an.

Zielvorstellung des Projekts war und ist es, möglichst alle in unterschiedlichen Trierer Einrichtungen aufbewahrten Porträts über ein einziges Portal zugänglich zu machen und zu erschließen, ohne dabei den Zusammenhang der einzelnen Sammlungen zu zerreißen. Das Portal soll auf international gängigen Standards für Metadaten und Visualisierungsverfahren aufsetzen, um eine Nach- und Weiternutzung der Bild- und Metadaten in anderen Projekten (Europeana, Bildarchiv Foto Marburg u. a.) zu ermöglichen.

In einem ersten Schritt wurde der Zettelkatalog der etwa 5.000 Blätter umfassenden Porträtsammlung der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier digitalisiert. Dieser verzeichnet Porträts vom 15. bis zum frühen 20. Jahrhundert in nahezu allen grafischen Techniken in unterschiedlicher Erschließungstiefe und Qualität. Eine einheitliche formale Anordnung der Beschreibungselemente lag nicht vor. Namensansetzungen der dargestellten Personen sowie der Künstlerinnen und Künstler waren uneinheitlich und wurden überprüft und korrigiert.

Alle Personenangaben wurden anhand von Normdateien (ALK, PND, WBIS, SWD, Wikipedia) normiert. Bis zum Abschluss der Digitalisierung der Originalgrafiken wurden zunächst Scans der zugehörigen Katalogzettel angezeigt. Die Scans der rund 5.000 Porträts dieser Sammlung wurden Ende 2011 vollständig zur Verfügung gestellt.

In einem zweiten Schritt wurden die Porträtgrafiken der Rara-Sammlung der Universitätsbibliothek vollständig digitalisiert und mit Normdaten erschlossen. Die rund 500 Porträts dieser Sammlung werden bereits in TRIPOTA angeboten.

In einem dritten Schritt wurden testweise einige Blätter der Graphischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte an der Universität Trier in TRIPOTA eingebracht, für die ein erweitertes Metadatenmodell zur Anwendung kommen soll.

Die Angaben zu den dargestellten Personen sowie zu den Künstlerinnen und Künstlern wurden, wo möglich, um Links zur Gemeinsamen Normdatei (GND), zum Virtual International Authority File (VIAF) sowie zu Wikipedia ergänzt. Zusätzlich wurden Hinweise auf das World Biographical Information System (WBIS) aufgenommen. Die Arbeiten an diesen Metadaten sind noch nicht abgeschlossen.